So sitze ich im neu errungenen Garten, Soundgarden öffnet die noch müden Augen während meine Kopfhörer nörgeln, dass sie Strom brauchen.
Ich habe länger nicht geschrieben, länger keine ehrlich Bestandsaufnahme meines Gemütszustands mehr gemacht.
Ich glaube der Garten hilft, die neue Umgebung stiftet Frieden. Hier etwas Gartenarbeit, dort die neue Gewohnheit ohne Wecker um 6:00 Uhr aufzustehen und den Haushalt zu pflegen. An mir zehrt meine semi von Erfolg gekrönte Arbeit, an mir zehrt die permanente Ablehnung. Wochenlang nur „Nein“ und „lassen sie uns in Ruhe“ und „danke, kein Bedarf“ hören wenn die finanzielle Existenz davon abhängt ist hart. Die Überlegung ist wieder in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln bzw. zu ergänzen. Freiheit für Fesseln, Unabhängigkeit für Geld eintauschen. An dieser Stelle möchte ich normalerweise über unser System schimpfen, Zeter und Mordio über die Missstände, Wunsch nach Einöde und Selbstversorger Leben. Auch irgendwie ausgelutscht. Ich resigniere.
Mum didn’t raise a quitter – sonst hätte ich schon längst das Rauchen aufgegeben. Also weiter der Verheißung nach, liebt denn das Universum nicht die strebsamen?
So jage ich
Ach toller Hecht
Geld hinterher
Der Wert ist echt?
Lebenshaltungskosten
Lassen froh Gemüter frosten.
Erhalt des Lebens
Nennt mir den Preis
Kostenlos soll‘s Leben sein
System ein Scheiß.
Will nicht klagen
Schlag mich doch wacker
Mir wär’s recht
Ich hätt nen Acker.