Ignoriert vom Vater wenn ich ihn gebraucht hätte. Nur wenn er geben kann fühlt er sich nützlich, ansonsten ist da nur Wut. Wut aus Unzufriedenheit über das System, oder ist es einfach nur Unzufriedenheit mit sich selbst. Wo erkenne ich mich in dem ganzen? Aaaah ja da sind wir. Der Affe. Der goldene hat zu gut geschmeckt. Ich bin unzufrieden, unzufrieden mit dem System in dem alle sich bewegen. Ich bin unzufrieden mit der Tatsache unzufrieden zu sein. Unzufrieden mit dem was ich habe, immer auf der Jagd nach mehr und mehr und mehr. Es ist wie damals, die Nacht rumbringen bis die Tanke oder sonst wer wieder offen hat, bis endlich wieder Tabak rangeholt werden kann. Genau 6 Stunden bis ich raus kann, genau 6 Stunden bis der Affe aufhören wird. Bis dahin also Schattenarbeit, mal sehen wann die gute Laune endgültig kippt. Wegschlafen scheint bei diesem Vollmond keine Option zu sein, scheint zu sehr in meine Seele. Brenn Esel, Brenn gefälligst. Ich will diese Nacht durchmachen, will noch einmal fühlen was es zu fühlen gibt. Will Frieden verbreiten, die heutige Lektion scheint zu werden mir selbst Frieden zu stiften. Dann weg mit dem Texten und richtig hinhören was kommt? Nein, das Beste kommt meist übers Schreiben. Scharf wollte meinen Text nicht hören, hat keinen Nerv für einen wie mich. Ist es Friede den er verachtet? Ist es meine Hackfresse, mein weichgespültes Bitten statt zu fordern? Ist es mein Feuerlöscher? Ich weiß es nicht und es macht mich wahnsinnig. Ich glaube er ist zu beschäftigt mit sich selbst, ist auch nicht gut im Smalltalk führen. Er hat seine Frau verloren, ich habe meine noch. Er verträgt die Weiche meines Blicks nicht wenn ich ihn ansehe. Er sieht Liebe in meinem Blick, Liebe die er in seinen Augen nicht verdient hat für das was er getan hat. Er will nur Feuer und Randale weil er Unfrieden gestiftet hat. Ich stifte auch Unruhe. Auf meine leise, Meisen Art. Ich habe gerne eine Meise. Ich bin gerne eine leise Meise, im Schatten sitzend und meinen Text tippen. Gerne hätte ich auch großes Publikum, Publikum das meine Texte feiert. Doch wer nimmt sich heutzutage schon noch die Zeit zu lesen. Sprechen ist eindrucksvoller, wer hört mir gerne zu? Ich höre mir selbst gerade nicht gerne zu, mir sind die Zähne gebunden. Wenn ich vorlese was ich geschrieben habe fühle ich mich sicher, fühle mich geborgen in der Tatsache alles noch einmal lesen zu können bevor ich es der Welt zeigen will. Ich fühle mich wie eine ängstliche Version meiner selbst. Kaum ist ein lauter, vermeintlich stärkerer Mann im Raum fange ich an zu schwanzeln. Ich wollte immer meinen Vater beeindrucken, nie hatte ich das Gefühl etwas richtig zu machen. Ob es meinem Vater wohl genauso gegangen ist? Ob es ihm wohl auch an der stärke gefehlt hat Ratlosigkeit zuzugeben? Ich fühle mich von meinen beiden Eltern verlassen. Und das schon ziemlich lange. Noch bevor der Trennung. Mir wurde erklärt, dass Erstgeborene sich oft vernachlässigt fühlen können wenn sie ein Geschwisterchen bekommen und ich erinnere mich daran, dass ich es sofort und ohne wenn und aber akzeptiert habe. Ich habe es meinen Eltern schon damals leicht gemacht, derzeit mache ich es ihnen nicht leicht. Ich sitze leise weinend eingesperrt in der Psychiatrie und habe keinen Tabak um meine Emotionen wegzurauchen. Ich will sie auch nicht wegrauchen, die beiden Tränen die gerade meine Wangen hinuntergelaufen sind waren besser als jeder Rausch den ich je hatte. Sie waren echt.