Bröckeln

Published by

on

Abgedunkelte Wohnung, salzige Tränen. Blockade. Blockade im Denken, Blockade im Gefühl. Fassade, alles Fassade. Lache möglichst laut, bin extra produktiv, extrovertiert und albern. Weg von mir, weg von dem was unter der Maske ist. Wer unter der Maske ist. Erkenne mich nicht mehr in dem was ich beim Marathon an davonlaufen  verberge. Ich habe den wunderbarsten Mensch dieser Welt nicht in meinem Leben. Wenn ich an ihre Augen denke füllen sich meine mit bitteren Tränen. Wenn ich daran denke was alles gut war schnürt es mir den Hals zu, bebende Unterlippe, es schüttelt mich am ganzen Körper. Wenn ich daran denke was ich ihr angetan habe wird mir schlecht. Erstes Mal ansatzweise Gefühl, Verdrängung kann ich. Ich will ihr sagen, dass sie keine Schuld trifft. Will ihr sagen wie rein sie ist. Das all dies nur mir zu Schulden kommt. Ich bin Gift. Ich will für sie da sein, will ihr durch den Schmerz helfen, dafür sorgen, dass es nicht weh tut. Ich habe jegliches Recht darauf verloren Teil ihres Kosmos zu sein, kein Recht mein Leid lindern zu suchen. Ich hoffe ihre Trauer schlägt in Wut, die Wut in Hass und der Hass in Linderung um. Ich hoffe sie spürt wie ich sie gedanklich in den Arm nehme. Ich schäme mich. Ich schäme mich mir anzumaßen über sie zu schreiben. Ich schäme mich meiner Taten, schäme mich klares Wasser mit schwarzer Tinte zu färben, schäme mich ich zu sein. Schäme mich Narben zu schlagen, mutwillig zerstört zu haben. Today I woke up and I hate myself. 

Previous Post
Next Post