Toröffnungspanik

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18 Wochen. Mir nichts dir nichts verstrichen. Es fühlt sich surreal an, bald wieder in der echten Welt funktionieren zu müssen. Neuer Job, neue Wohnung, Fernbeziehung. Nachsorge, Selbsthilfe Gruppe. Man sollte meinen die Zeit hier würde mir Sicherheit geben. Die Sicherheit mit egal was für Menschen klarzukommen, die Sicherheit egal in welchem Umfeld überleben zu können. Ich hab Schiss. Schiss vor dem was vor mir liegt, Angst vor meinem inneren Kritiker, könnte er doch recht haben. Panik, dass ich in wenigen Wochen das Ex-Gruppenmitglied bin, welches im Vollrausch unangenehme und unangebrachte Nachrichten schickt. Gleichzeitig bin ich neugierig. Neugierig was vor mir liegt, gespannt zu was ich nüchtern fähig bin. Ich habe getan was ich konnte, habe ernsthaft an Therapien teilgenommen, über Hackfressen und pure Idiotie hinweggeblickt und meines Erachtens nach alle Stellschrauben, die Abstinenz fördern, eingestellt und feinjustiert. Das Warten bringt mich um, macht mich kirre. Die Therapie ist zur Komfortzone geworden. Ich muss hier raus. Dringend. 3 weitere Tage. Ein Hauch von nichts.

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